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JCVP sieht Chance für Lehrabgänger
28.02.2011

JCVP sieht Chance für Lehrabgänger

von JCVP Kanton Luzern

Kanton Luzern: JCVP stellt Vernetzungsprojekt gegen Jugendarbeitslosigkeit vor

Eine Arbeitsgruppe der JCVP Kanton Luzern stellt ihr Vernetzungsprojekt vor, um die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen zu senken. Dabei stösst sie mit ihrer Idee (beim Gewerbeverband und beim Amt für Berufsbildung) auf offene Ohren.

Durch die Problematik der Wirtschaftskrise hat die Jugendarbeitslosigkeit stark zugenommen. Während gut 1 1/2 Jahr analysierten die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Jugendarbeitslosigkeit“ der JCVP Kanton Luzern die Arbeitsmarktstatistik. Folglich kam die Arbeitsgruppe zum Schluss, dass das Hauptproblem nicht beim Lehrstellenangebot liegt, sondern bei den Abgängen nach der Lehre.

Einblick in zwei neue Berufe und ein Sprachaufenthalt
Die JCVP stellt sich als Lösungsvorschlag ein Vernetzungsjahr vor. Dabei können die jungen Lehrabgänger ein Zwischenjahr ausführen, welches aus 3-4 Modulen besteht, welche jeweils 3-4 Monate dauern. Gedacht ist, dass starke Lehrabgänger von diesem Jahr profitieren können und in diesem Vernetzungsjahr ein Praktikum bei ihren verwandten oder ähnlichen Berufsgruppen absolvieren können. Als Beispiel kann ein Hochbauzeichner 3 Monate als Maurer ein Praktikum machen und 3 Monate erhält er Einblick als Holzbauer. Im 3. Modul könnte er für 4 Monate einen Sprachaufenthalt besuchen. Zu einem geringeren Lohn erhalten die Lehrabgänger weiteres Wissen und die Möglichkeit, sich sprachlich weiterzubilden. Der Arbeitgeber profitiert von Wissen des Lehrabgängers.

Schwächere Lehrabgänger sollen im Lehrbetrieb noch mindestens ein Jahr Berufserfahrung sammeln können.

Praxiskenntnisse erwerben
Zu den Vorteilen äussert sich ein Mitglied der Arbeitsgruppe: „Theoretiker haben die Chance, Praxiserfahrung zu machen und innerhalb eines Jahres sich fachlich wie sprachlich weiter zu bilden. Dabei profitieren Arbeitgeber und die junge Berufsleute.“ Ein Ziel könnte sein, dass sich diejenige Person mit einer zweiten Lehre weiteres Fachwissen aneignet. Davon profitiert das Gewerbe mit starken Mitarbeitern und zukünftigen Führungspersonen. Als Betreuungsperson kann sich die JCVP z. B. ein Lehrling im 3. Lehrjahr vorstellen: „Der Lehrling kann zeigen, was er weiss und dabei seine ersten Führungserfahrungen sammeln.

Die JCVP erhofft sich mit diesem Vernetzungsprojekt eine Senkung der Jugendarbeitslosigkeit, viele motivierte junge Berufsleute und ein Know-How-Gewinn für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Ein weiterer Punkt ist das Erlernen von Sprachen. Das Interesse während einer Ausbildung zusätzlich Sprachkenntnisse zu erwerben, ist sehr gering. Trotz Gratis-Zusatzangeboten werden diese kaum benutzt. Die JCVP sieht das Geld sinnvoller investiert, wenn im Vernetzungsjahr ein Gratis-Sprachaufenthalt angeboten wird.

Positives Interesse
Einige Firmen bekunden bereits Interesse. Auch beim kantonalen Gewerbeverband ist man erfreut über das Projekt der JCVP. Geschäftsführer Werner Bründler äussert: „Durch dieses Projekt können dem Gewerbe qualifizierte Mitarbeiter erhalten bleiben.“

Auch Josef Widmer vom Amt für Berufsbildung macht der JCVP Mut: „Es wäre super, wenn dieses Projekt von Politik und Wirtschaft durchgezogen würde.“

Als Plattform könnten sich Arbeitgeber und Lehrabgänger im Internet verstellen und bewerben. Nach beendetem Praktikum könnten sie einander bewerten. Beteiligen sich 12 Firmen bei diesem Projekt, haben bereits 36 Lehrabgänger die Chance weiteres Wissen anzueignen.

Thema: Jugend 
 

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