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Keine zweite Röhre am Gotthard ohne Bedingungen
28.02.2011

Keine zweite Röhre am Gotthard ohne Bedingungen

von JCVP Kanton Luzern

Aufgrund der grossen Problemen bei der Bewältigung des Schwerverkehrs am Gotthard werden in der Diskussion um einen allfälligen Bau einer zweiten Röhre leider viele negative Aspekte in den Hintergrund gedrängt!
Die JCVP Kanton Luzern ist im heutigen Zeitpunkt klar gegen einen zweiten Strassentunnel am Gotthard. Die JCVP könnte deshalb nur unter folgenden Bedingungen einer zweiten Röhre zustimmen:

Fertigstellung einer zweiten Röhre erst nach der NEAT

Die vom Volk erwünschte Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene würde mit einer sofortigen Realisierung einer zweiten Röhre in Frage gestellt. Aus diesem Grund darf der Bau des zweiten Tunnels auf keinen Fall vor oder auch gleichzeitig mit der Realisierung der NEAT abgeschlossen sein. Die JCVP Kanton Luzern ist sich bewusst, dass mit einem allfälligen Planungs- und/oder Baubeginns nicht erst 2017, also 5 Jahre nach der Fertigstellung der NEAT, begonnen werden kann. Doch könnte mit einer Zwischenphase mit NEAT, aber ohne zweiten Strassentunnel die Verkehrslobby vermehrt für den Schienenverkehr sensibilisiert werden. Ohne diese Verzögerung des Tunnelbaus (und somit auch der Planung) wäre es absolut unrealistisch, dass für den Schwerverkehr ein Anreiz bestehen könnte, die Verlagerung in Angriff zu nehmen!

Finanzierungskonzept für die gesamte Nord-Süd Achse

Eine zweite Röhre zum Nulltarif gibt es nicht! Hohe Kosten am Gotthard entstünden. Es vergessen aber viele, dass zusätzlich noch immense Gelder für die Nordrampe und die gesamte A2, insbesondere im Raum Luzern, auf Bund und (!) Kantone aufgewendet werden müssten. Somit muss bei der Finanzierung der ganze Ausbau der A2 berücksichtigt werden.
Offensichtlich ist ein solches Grossprojekt aber ohne zusätzliche Einnahmen nicht finanzierbar. Die JCVP denkt dabei an Treibstoffzollerhöhungen oder Tunnelgebühren. Auf jeden Fall muss aber endlich klarer Wein eingeschenkt werden, damit wir wissen, was uns der Verkehr in Zukunft kosten wird.

Mit einer sofortigen Realisierung der zweiten Röhre würde die EU ein falsches Signal erhalten. Die Schweiz bestreitet nämlich bis anhin eine vorbildliche Verkehrspolitik. Dies erkennt langsam auch die EU. Wir müssen deshalb ein Zeichen setzen, dass wir es mit der Verlagerung des Verkehrs ernst meinen.

Thema: Verkehr 
 

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